| Luft- & Meerwasser-Temperaturen (Jahr/Durchschnitt) |
| Monat |
Durchschnittliche Temperatur |
Meereswasser Temperatur |
| Januar |
16,5 °C |
17,6 °C |
| Februar |
16,6 °C |
17 °C |
| Maerz |
18 °C |
16,5 °C |
| April |
20,5 °C |
18,5 °C |
| Mai |
24 °C |
20,5 °C |
| Juni |
29 °C |
24,5 °C |
| Juli |
32 °C |
28,5 °C |
| August |
33 °C |
29,5 °C |
| September |
30 °C |
27,5 °C |
| Oktober |
27 °C |
25 °C |
| November |
22 °C |
21 °C |
| Dezember |
18 °C |
18 °C |
Die Türkische Riviera – mehr als nur Sonne und Strand
Die Provinz Antalya umfasst eine Region von außerordentlicher Vielfalt und Schönheit. In ihrem Herzen erstreckt sich die weite, fruchtbare pamphylische Ebene vom Mittelmeer bis zu den Ausläufern des Taurusgebirges. Im Osten und Westen wird sie begrenzt von den steilen Bergen Kilikiens und Lykiens, die teilweise direkt bis zum Meer reichen. Durch die Ebene fließen zahlreiche Flüsse und Bäche, gigantische Bergstufen und Felsvorsprünge haben die Gegend vor allem für ihre Wasserfälle berühmt gemacht. In den Bergen finden sich ausgedehnte Pinien-, Zedern- und Eichenwälder mit sehr altem Baumbestand, in der fruchtbaren Ebene dagegen eine ausgeprägte Pflanzenwelt: von Baumwolle und Bananen bis hin zu Avocados und Bergamotten. Doch das Wahrzeichen Antalyas ist die Orange und so ist es auch die „Goldene Orange“ die dort beim jährlich stattfindenden Filmfestival verliehen wird.
Das Taurusgebirge schützt Antalya vor dem kalten Nordwind und begründet somit das mediterrane Klima mit milden, feuchten Wintern und heißen, trockenen Sommern. Die Sonne scheint acht Monate im Jahr und lässt die Temperaturen im Juli und August auf bis zu über 40 ansteigen. Angenehmerweise sorgen auch dann die frische Meeresbrise sowie ein Bad im Pool oder im Meer für Erfrischung. So ist Antalya das ganze Jahr über ein wahres Urlaubsparadies.
Geschichte & Kultur
Die Region Antalya war bereits in der Urgeschichte besiedelt, was Artefakte aus der Zeit um 30.000 v. Chr. in den Höhlen von Karain belegen. Die eigentliche Zivilisation bildete sich allerdings erst in der frühen Bronzezeit, etwa um 2.000 v. Chr., mit der Ankunft der Luwier und Lykier in Süd- und Westanatolien. Mit den neuen Bewohnern kam auch der Fortschritt. Ephesus wurde gegründet, und Dutzende meist kleiner, äußerst reizvoll gelegener Städte entstanden. Ein weiterer Impuls erfolgte gegen Ende der Bronzezeit, als achäische Griechen eine Reihe von Orten entlang der Südküste der heutigen Türkei gründeten. Dazu gehörten u. a. Perge, Sillyon, Aspendos und Side. Diese Städte wuchsen und erlebten ebenso ihre Blütezeit wie die lykischen Siedlungen Xanthos und Patara. Sie bildeten den Grundstein des Städtereichtums der Provinz Antalya mit jeweils 50 kleineren und größeren Städten, deren antike Überreste sie zu besonders interessanten Ausflugszielen macht. Besonders gut erhalten, ist das Theater von Aspendos, das immer noch für Konzerte und Opernaufführungen genutzt wird. Dieses ist nur sechs km vom Adam&Eve entfernt.
Nach türkischem Maßstab ist die Stadt Antalya relativ jung, sie wurde erst im 2. Jahrhundert v. Chr. durch König Attalus II. von Pergamon gegründet. Ihre Bedeutung lag vor allem im Hafen begründet, der zu Zeiten des Byzantinischen Reiches einer der berühmtesten am Mittelmeer war. Im Jahr 1207 wurde die Stadt von seldschukischen Türken aus Konya erobert, die in einer neuen Blütezeit über das Gebiet herrschten. Heute beeindruckt die Stadt Antalya vor allem durch die Schönheit des alten, aus osmanischer Zeit stammenden Altstadtviertels Kaleiçi, das sehr behutsam restauriert wurde.
Lokalkolorit
Dank ihres geschichtlichen Hintergrundes nennt die Region Antalya ein reiches kulturelles und ethnografisches Erbe ihr Eigen. Die einheimischen Bewohner haben zudem einige Eigenarten der nomadischen Yörükenkultur übernommen, vielleicht eine unausweichliche Folge des alljährlichen Aufstiegs aus der Ebene in die Höhen des Taurusgebirges, um der Sommerhitze zu entfliehen.
Traditionellerweise basiert das Leben der Yörüken auf Schaf- und Ziegen-Zucht. Die Wolle diente ihnen im Zeltbau, die Milch zur Gewinnung von Käse und Butter. Die Yörüken übten verschiedene traditionelle Handwerke aus. So knüpfen sie zum Beispiel die berühmten Döşemealtı-Teppiche, die mit Naturfarben, üblicherweise rot, dunkelblau und grün, gefärbt werden. In den Bergdörfern nördlich von Döşemealtı werden heute Teppiche, Kamelsäcke, Socken, Handschuhe, Tischtücher und Bettdecken geknüpft und gewoben sowie aparte Häkelarbeiten angeboten. Holzschnitzereien sind, vor allem in der kleinen Stadt Akseki, eine weitere Spezialität.
Diese, der Tradition verpflichteten Erzeugnisse werden in historischen Gebäuden wie dem Tek Kapılı Han, dem Alarahan und dem Serapsu zum Verkauf angeboten. Moderne Produkte wie Schmuck, Lederwaren, handgewebte Kelims oder Souvenirs werden in zahlreichen, sehr modernen Einkaufszentren verkauft.
In der Region zählen in der typischen Küche piyaz (Salat aus weißen Bohnen mit Sesampaste, Knoblauch und Walnüssen), tandır kebap (Tomaten mit Schnittlauch) und der als şakşuka bekannte Auberginensalat zu den lokalen Köstlichkeiten. Fisch - wie Brasse, Wolfsbarsch, Schwertfisch, Bonito und Rotbarbe - ist ein weiteres regionales Highlight. Forelle ist in den Gebirgsgegenden als Spezialität auf den örtlichen Speisekarten zu finden. |